sieh's mal so | 070 : SDP – Zurück in die Zukunst
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070 : SDP – Zurück in die Zukunst

„Deine Freundin, die kann Blasen – die kann Blasen, Blasen, Blasen – die kann Blasen, Blasen, Blasen an den Füßen nicht ertragen. / Deine Freundin ist so eng – sie ist so eng, eng, eng – sie ist so enge Schuhe nicht gewöhnt.“

Seit dem letzten Album „Bunte Rapublik Deutschpunk“ ist gerade mal ein Jahr vergangen und schon hauen SDP das nächste Album raus: Zurück in die Zukunst. Das vorherige Album mochte ich sehr und ich war gespannt was Vincent und Dag diesmal wieder gezaubert haben.

Die Beats variieren von melancholischem Gitarrengezupfe über Rock und Volksmusik bis hin zum Dupstep. Alles super produziert mit ordentlich Bass. So unterschiedlich wie die Beats sind auch die Texte. Die Themen sind unter anderem: Die „Sicherheit“ im Netz und das Vertrauen der User, Liebe, Frauen, Drogen, Alkohol, Party, Arschlöcher und die Absurdität von Selfies.

Eine große Kunst der Beiden ist in meinen Augen das Storytelling. Jeder Song ist eine eigene kleine, in sich geschlossene Geschichte, die einfach Spaß und Lust auf mehr macht. Mit am liebsten mag ich ihre Liebeslieder („Kurz für immer bleiben“, „Ich will nur, dass du weißt“ und „Ganze Galaxien“), denn darin singen und rappen sie genau das, was man gewissen Personen immer mal sagen wollte, aber nie wusste, wie man es in Worte fassen soll und bei ihnen klingt es ganz einfach und schön.

Zudem darf man ihre Skits und Rollenspiel-Elemente nicht vergessen: Mit ihnen werden Lieder eingeleitet, beendet, zusammengeführt oder Themen weiter erläutert. Sie gehören mit zum Konzept und sie nutzen diese so passend und lustig wie keine andere Band. Besonders das 10-minütige Outro („Zurück in die Zukunst“) ist großartig, weil sie dort Rollenspiel und Songs verbinden.

Auf ihrem letzten Album waren die Features Eko Fresh, Weekend , Keule und Bass Sultan Hengst mit von der Partie und dieses mal sind es Trailerpark („Ich will noch nicht nach Haus!“), Frauenarzt („F.I.C.K.D.I.C.H.“) und Mad Maks („Erstmal ein Selfie!“).

Ich bin auf jeden Fall nicht enttäuscht worden und kann das Album wirklich jedem empfehlen. Großartige Beats, großartige Texte, schöne Themen, passende Features und ordentlicher Ohrwurmfaktor! Genauso wünscht man sich ein Album.

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